Qualitative und anerkannte Ausbildungsplätze
Illustration: Jugendliche in der Ausbildung

Berliner Ausbildungsplatzprogramm (BAPP)

Primäres Ziel der Berliner Ausbildungsplatzprogramme, die die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zum Herbst jedes Jahres neu einrichtet, ist es, unversorgten ausbildungsplatzsuchenden Berliner*innen einen qualitativen und anerkannten Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen und ihnen damit die Chance zu geben, einen Berufsabschluss zu erwerben.

Blick auf laufende Ausbildungsplatzprogramme

Die Berliner Ausbildungsplatzprogramme beinhalten in der Regel unterschiedliche Instrumente. Hauptbestandteil und tragendes Konzept bei der Organisation der Ausbildungsplätze war in allen zurückliegenden Programmjahren jedoch stets die Ausbildung im Verbund.

Bei der Ausbildung im Verbund handelt es sich um eine außerbetriebliche, aber betriebsnahe Ausbildung, die von einem Ausbildungsdienstleister (= Bildungseinrichtung) gemeinsam mit einem Berliner Kooperationsbetrieb auf der Basis des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO) durchgeführt wird.

Ergänzt wird das Spektrum der geförderten Ausbildungskonzepte durch weitere, zumeist modellhafte Maßnahmen, (z. B. die schulische Ausbildung in der Lernortkooperation, die Ausbildung junger Erwachsener etc.).

Ausbildung junger Erwachsener (AjE)

Im März 2018 haben die ersten Maßnahmen, in denen die „Ausbildung junger Erwachsener (AjE)“ erfolgt, begonnen. Diese Ausbildung richtet sich an junge Arbeitslose oder Beschäftigte, deren Wohnsitz Berlin ist und die das 25. Lebensjahr überschritten haben, aber noch immer nicht über eine abgeschlossene Ausbildung verfügen. Die Ausbildung erfolgt in Form einer abschlussorientierten, modularisierten Nachqualifizierung. Ziel ist es, der genannten Personengruppe eine bessere Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten, wenn sie zukünftig mit einem Berufsabschluss aufwarten können.

Weitere Informationen zur AjE finden Sie auf dieser Seite als PDF-Dateien zum Download.

Berliner Ausbildungsplatzprogramm 2018 (BAPP 2018)

Zentrales Instrument des diesjährigen Programmes ist die Verbundausbildung. Dem Berliner Ausbildungsmarkt sollen hier insgesamt etwa 450 zusätzliche Ausbildungsplätze für unversorgte Berliner Jugendliche zur Verfügung stehen, die 30 Berufsbilder umfassen werden (inkl. technisch-gewerbliche Berufe, Dienstleistungsberufe und kaufmännische Berufe). Einen Überblick über die Berufsbilder und die Ausbildungsdienstleister, die diese voraussichtlich anbieten werden, finden Sie als PDF-Dokument auf dieser Seite.

Die Plätze werden sukzessive ab August des Jahres bei den Agenturen für Arbeit bzw. den Jobcentern zur Vermittlung bereitgestellt werden.

Zielgruppe für diese Plätze: unversorgte, Ausbildungsplatz suchende junge Berliner*innen, die noch keinen Berufsabschluss haben, das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich mindestens zweimal vergeblich um einen betrieblichen Ausbildungsplatz beworben haben.

Darüber hinaus werden ab Oktober 2018 wieder 25 schulische Ausbildungsplätze in der Lernortkooperation im Berufsbild „Industriekaufmann/-frau“ bereitstehen. Näheres hierzu: siehe Informationsblatt auf dieser Seite.

Aufgrund der Nachrangigkeit aller Ausbildungsplätze ist als frühester Ausbildungsbeginn der 01. Oktober 2018 vorgesehen.

Vorausschau:

Es ist geplant ab Beginn 2019 wieder 25 Plätze mit einer Teilzeit-Verbundausbildung (25 bzw. 30 Std./Wo.) im Berufsbild „Kaufmann/-frau – Büromanagement“ für junge Berliner*innen einzurichten. Diese Ausbildung ist für Personen gedacht, die ein berechtigtes Interesse gem. § 8 Abs. 2 BBiG haben, insbesondere für Erziehende. Hier gelten darüber hinaus die Zielgruppenkriterien der Verbundausbildung mit einer Ausnahme: Eine zwingende vorherige Bewerbung um einen betrieblichen Ausbildungsplatz ist nicht erforderlich

Kontakt

Sylvia Runge
Instrumentenverantwortliche

Tel.: +49 30 69 00 85 -55
Fax: +49 30 69 00 85 -85

s.runge(at)zgs-consult.de

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