Qualitative und anerkannte Ausbildungsplätze
Illustration: Jugendliche in der Ausbildung

Berliner Ausbildungsplatzprogramm (BAPP)

Primäres Ziel der Berliner Ausbildungsplatzprogramme, die die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zum Herbst jedes Jahres neu einrichtet, ist es, unversorgten ausbildungsplatzsuchenden Berlinern und Berlinerinnen einen qualitativen und anerkannten Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen.

Blick auf laufende Ausbildungsplatzprogramme

Die Berliner Ausbildungsplatzprogramme beinhalten in der Regel unterschiedliche Instrumente. Hauptbestandteil und tragendes Konzept bei der Organisation der Ausbildungsplätze war in allen zurückliegenden Programmjahren jedoch stets die Ausbildung im Verbund.

Bei der Ausbildung im Verbund handelt es sich um eine außerbetriebliche, aber betriebsnahe Ausbildung, die von einem Ausbildungsdienstleister (= Bildungseinrichtung) gemeinsam mit einem Berliner Kooperationsbetrieb auf der Basis des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO) durchgeführt wird.

Ergänzt wurde das Spektrum der geförderten Ausbildungskonzepte durch weitere, zumeist modellhafte Maßnahmen, (z. B. die schulische Ausbildung in der Lernortkooperation, die Ausbildung junger Erwachsener etc.).

Berliner Ausbildungsplatzprogramm 2017 (BAPP 2017)

Zentrales Instrument dieses Programmes ist ebenfalls die Verbundausbildung. Insgesamt über 300 Plätze konnten hier bereits im Herbst letzten Jahres dem Ausbildungsmarkt zur Verfügung gestellt werden. Ergänzend wurden Plätze in der Lernortkooperation für das Berufsbild „Industriekaufmann/-frau“ sowie Plätze in der Lernortkooperation für Geflüchtete angeboten.

Aktuell läuft das Nachbesetzungsverfahren für die Verbundausbildung. Damit eröffnet sich noch einmal die Chance auf eine Berufsausbildung für junge Berliner und Berlinerinnen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, über keinen Berufsabschluss und maximal über den Mittleren Schulabschluss (MSA) verfügen. Die Plätze werden auch hier wieder den Berliner Jobcentern und Arbeitsagenturen gemeldet. Einen Überblick über die Berufsbilder und die beteiligten Ausbildungsdienstleister gibt es hier. Ausbildungsbeginn ist der 1. Februar 2018.

Ebenfalls im Februar startet die Teilzeit-Verbundausbildung im Berufsbild „Kaufmann/-frau – Büromanagement“. Diese Ausbildung wendet sich an die Zielgruppe der Erziehenden unter den Ausbildungsplatz suchenden jungen Berlinern und Berlinerinnen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, über keinen Berufsabschluss und maximal über den Mittleren Schulabschluss (MSA) verfügen.

Mehr Informationen zur Teilzeit-Verbundausbildung "Kaufmann/-frau - Büromanagement" 

In Vorbereitung befinden sich die „Ausbildung junger Erwachsener (AjE)“. Diese Ausbildung erfolgt als abschlussorientierte, modulare Nachqualifikation, und richtet sich an Berliner und Berlinerinnen, die über keinen Berufsabschluss verfügen, aber auf berufliche Ausbildungserfahrungen und/oder Vorerfahrungen verfügen und zwischen 25 und 40 Jahre alt sind. Geplant ist der Ausbildungsstart ab März 2018.

Gegenwärtig läuft hier die Markterkundung. Interessierte Bildungseinrichtungen, die über Erfahrungen in der modularen Nachqualifizierung verfügen, sind aufgerufen, sich bis zum 31.01.2018 zu bewerben.

Mehr Informationen zur Markterkundung „Ausbildung junger Erwachsener (AjE)“

 

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