Qualitative und anerkannte Ausbildungsplätze
Illustration: Jugendliche in der Ausbildung

Berliner Ausbildungsplatzprogramm (BAPP)

Primäres Ziel der Berliner Ausbildungsplatzprogramme, die die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zum Herbst jedes Jahres neu einrichtet, ist es, unversorgten ausbildungsplatzsuchenden Berliner*innen einen qualitativen und anerkannten Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen und ihnen damit die Chance zu geben, einen Berufsabschluss zu erwerben.

Blick auf laufende Ausbildungsplatzprogramme

Die Berliner Ausbildungsplatzprogramme beinhalten in der Regel unterschiedliche Instrumente. Hauptbestandteil und tragendes Konzept bei der Organisation der Ausbildungsplätze war in allen zurückliegenden Programmjahren jedoch stets die Ausbildung im Verbund.

Bei der Ausbildung im Verbund handelt es sich um eine außerbetriebliche, aber betriebsnahe Ausbildung, die von einem Ausbildungsdienstleister (= Bildungseinrichtung) gemeinsam mit einem Berliner Kooperationsbetrieb auf der Basis des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO) durchgeführt wird.

Ergänzt wird das Spektrum der geförderten Ausbildungskonzepte durch weitere, zumeist modellhafte Maßnahmen, (z. B. die schulische Ausbildung in der Lernortkooperation, die Ausbildung junger Erwachsener etc.).

Ausbildung junger Erwachsener (AjE)

Im Mai 2020 gestartet sind die neuen Maßnahmen der „Ausbildung junger Erwachsener (AjE)“. Diese Ausbildung richtet sich an junge Arbeitslose oder Beschäftigte, deren Wohnsitz Berlin ist und die das 25. Lebensjahr überschritten haben, aber noch immer nicht über eine abgeschlossene Ausbildung verfügen. Die Ausbildung erfolgt in Form einer abschlussorientierten, modularisierten Nachqualifizierung. Ziel ist es, der genannten Personengruppe eine bessere Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten, wenn sie zukünftig mit einem Berufsabschluss aufwarten können.

In insgesamt 23 Berufsbildern kann ausgebildet werden. Beginn und Verlauf sind abhängig von den individuellen Vorerfahrungen.

Weitere Informationen zur laufenden AjE finden Sie auf dieser Seite als PDF-Dateien zum Download.

Berliner Ausbildungsplatzprogramm 2021 (BAPP 2021)

Zentrales Instrument des diesjährigen Programmes ist zum einen wieder die Verbundausbildung, das heißt eine außerbetriebliche, aber betriebsnahe Ausbildung (s. o.). Wegen der Corona-bedingt weiterhin schlechten Situation am Berliner Ausbildungsmarkt werden diese Plätze ergänzt durch sog. Corona-bedingten Ausbildungsplätzen. Bei den letztgenannten Plätzen ist eine (rein) außerbetriebliche Ausbildung vorgesehen, die aber durch ein oder mehrere qualifizierte betriebliche Praktika ergänzt wird. Diese Plätze werden vornehmlich in solchen Berufsbildern eingerichtet und angeboten werden, für die es zzt. wegen der Corona-Pandemie keine oder nur wenige Ausbildungsangebote gibt. Insgesamt können dem Berliner Ausbildungsmarkt hier bis zu 500 zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt werden. Ausgebildet werden kann in insgesamt 37 Berufsbildern.

Einen Überblick über die Berufsbilder und die Ausbildungsdienstleister, die diese Plätze voraussichtlich anbieten werden, finden Sie als PDF-Dokument auf dieser Seite.

Zielgruppe für diese Plätze:

unversorgte Ausbildungsplatz suchende junge Berliner*innen, die noch keinen Berufsabschluss haben, das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich mindestens zweimal vergeblich um einen betrieblichen Ausbildungsplatz beworben haben. (weitere Informationen hierzu: siehe Informationsblatt)

Aufgrund der Nachrangigkeit dieser Ausbildungsplätze ist als frühester Ausbildungsbeginn der 01. Oktober 2021 vorgesehen.

Und last but not least  werden bereits ab September d.J. wieder 25 schulische Ausbildungsplätze in der Lernortkooperation im Berufsbild „Industriekaufmann/-frau“ bereitstehen. Näheres hierzu ist dem Informationsblatt, das auf dieser Seite zum Download bereitsteht, zu entnehmen.

Kontakt

Sylvia Runge
Instrumentenverantwortliche

Tel.: +49 30 69 00 85 -55
Fax: +49 30 69 00 85 -85

s.runge(at)zgs-consult.de

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